pull-over*
*mit Theresa Frölich
Das eingerüstete Stadthaus 1 wird (wie selbstverständlicher Weise üblich) mit einer Plane umhüllt. Diese Plane, Netz oder ein gleichwertiges Material wird über einen bestimmten Zeitraum der Bauphase bespielt. In Form einer überdimensionierten Stickerei wird das Gebäude nach und nach mit Fragmenten einer Gesamtgrafik überzogen.
Die Künstlerin Theresa Frölich transportiert ihre bisherige Arbeit aus dem Atelier in den Stadtraum und transformiert durch den Maßstabssprung auch die Technik.
Das Erstellen der Stickerei entzieht sich nicht den Blicken des Betrachters, sondern zeigt sich quasi exhibitionistisch im Stadtraum.Diese Sichtbarmachung der Entstehung einer Grafik wird durch zusätzliche Projektionen unterstützt. Parallel wird ein Programm an Veranstaltungen unterschiedlicher Formate im Umfeld des Stadthauses 1 - explizit die angrenzenden Freiflächen - platziert. Der aktive Vorgang der Stickerei folgt einer Art Spielplan, der gepaart mit einer Abfolge von Projektionen auf dem zu bestickenden Stoff und den Veranstaltungen zu einem Gesamtevent mit singulären Inszenierungen wird, der als zusammenhängender Gesamt-prozess mit zunehmender Laufzeit durch den Stadtflaneur wahrgenommen wird. Der Einstieg in diesen Prozess mit der Bespielung der eingerüsteten Erdgeschosszone mit einer Kombination aus visuellen, akustischen und haptischen Elementen erfolgen. |